Themenhefte

2021

Selbstständigkeit als pädagogischer Horizont der Oberstufe.
Eine qualitative Untersuchung zum Verständnis von Selbstständigkeit in der pädagogischen Praxis der Eingangsphase am Oberstufen-Kolleg

(hrsg. von Stefan Hahn, Karin Volkwein, Judith Brondies, Angela Kemper, Sebastian U. Kuhnen, Anna Olejnik, Hans-Joachim Sagasser & Cornelia Stiller)

Diese Publikation widmet sich den Fragen, welche Kompetenzen in Bezug auf Selbstständigkeit von den Schüler*innen im Verlauf der Eingangsphase des Oberstufen-Kollegs erwartet werden, welches Verständnis von Selbstständigkeit die Akteur*innen der Eingangsphase aufweisen, welche Konzepte zur Förderung von Selbstständigkeit von ihnen verfolgt werden und welche Herausforderungen sich hierdurch sowie durch die institutionellen Strukturen für die Schüler*innen ergeben. Dazu wird zunächst Selbstständigkeit als pädagogischer Horizont theoretisch beschrieben und mit den drei Begriffen der produktiven, funktionalen und instrumentellen Selbstständigkeit ausdifferenziert. Der hierbei neu eingeführte Begriff der instru­mentellen Selbstständigkeit eröffnet mit dem Konzept der „Zone der nächsten Entwicklung“ auf Basis der Arbeiten Wygotskis (1987) den Blick auf konkrete Lernprozesse, die durch Lernende selbst und mit professioneller Unterstützung initiiert werden. Die instrumentelle Selbstständigkeit wird anschließend auf eine, aus den Arbeiten Ludwig Hubers (1994, 1998, 2010) abgeleitete Vorstellung von Studierfähigkeit bezogen. Dieser theoretische Rahmen wird um eine Darstellung institutioneller Strukturen für das Selbstständigwerden auf verschiedenen Ebenen (KMK, NRW, Oberstufen-Kolleg) sowie um eine Darstellung der Unterrichtsstrukturen am Oberstufen-Kolleg ergänzt. Unter Berücksichtigung dieser theoretischen Überlegungen werden leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen Akteur*innen aus der pädagogischen Praxis der Eingangsphase (Lehrende verschiedener Basiskurse, Schulsozialarbeit, Laufbahnberatung, Projektkoordination) nach der Methode des thematischen Kodierens ausgewertet. Dabei werden verschiedene Vorstellungen zu einer pädagogischen Hinführung zur Selbst­ständigkeit entfaltet und systematisch auf die Ebenen des Unterrichts und der Institution bezogen.

2021

Demokratiebildung als (hoch-)schulische Querschnittsaufgabe und demokratisch-politische Bildung als Prinzip der Lehrer*innen-Bildung

(hrsg. von Carolin Dempki & Petra Josting)

Demokratie wird immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand gestellt, sei es durch Wahlsiege rechtspopulistischer Parteien oder durch die aktuelle „Corona-Krise“. Vor diesem Hintergrund ist das Erlernen und Erleben von Demokratie insbesondere für die heranwachsende Generation zentral, woraus sich für Schule und Unterricht die Querschnittsaufgabe Demokratiebildung ergibt. Anzusetzen ist dabei auch bei den (zukünftigen) Lehrkräften.
Das Themenheft ist aus der Initiative „Demokratisch-politische Lehrer*innenbildung“ der Bielefeld School of Education und der Bielefelder Frühjahrstagung 2021 hervorgegangen, die sich in ihrem Rahmenprogramm dem Thema „Demokratieförderung – Rolle und Verantwortung fachlicher Bildung und (hoch-)schulischer Praxis!?“ widmet. Es umfasst Beiträge von Bielefelder Wissenschaftler*innen, die an der Initiative und/oder der Bielefelder Frühjahrstagung 2021 beteiligt sind.
Aus unterschiedlichen Perspektiven wird erörtert, was Demokratiebildung und -förderung im und für Unterricht bedeuten und welche Implikationen sich für die Lehrer*innenbildung ergeben. Neben fachlichen Basisbeiträgen, die eine begriffliche Systematik bieten, enthält das Heft Beiträge unterschiedlicher Fächer bzw. Fachdidaktiken. In ihnen wird dokumentiert, was in der universitären Lehrer*innenbildung bereits zu demokratisch-politischer Bildung unter unterschiedlichen Überschriften und Formaten stattfindet.

2021

Pädagogische Beziehungen und Anerkennung – Perspektiven aus den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften

(herausgegeben von Saskia Bender, Carolin Dempki, Miriam Lüken & Matthias Wilde)

Das Themenheft „Pädagogische Beziehungen und Anerkennung – Perspektiven aus den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften“ dokumentiert die Bielefelder Frühjahrstagung 2020. Es umfasst Beiträge von Bielefelder Wissenschaftler*innen sowie von geladenen Expert*innen, die diese Tagung in Form von Vorträgen und Forschungswerkstätten unterstützt haben. Der Fokus der einzelnen Beiträge liegt auf der jeweiligen fachdidaktischen oder bildungswissenschaftlichen Perspektive bezogen auf Pädagogische Beziehungen und Anerkennung und reflektiert diese kritisch.

2020

Schulische Konzepte in Zeiten der Pandemie. Befunde, Konzepte und Erfahrungen mit Blick auf Schul- und Unterrichtsorganisation, Bildungsgerechtigkeit und Lehrpraxis

(hrsg. von Julia Frohn & Martin Heinrich)

Die Leser*innen dieses Themenheftes erwartet eine sehr breite Sammlung von quantitativ und qualitativ ausgerichteten empirischen Studien, rekonstruktiven Analysen, theoriegeleiteten Erörterungen und praxisnahen Erfahrungsberichten. Demnach geht es in diesem Themenheft darum, sowohl den empirisch-wissenschaftlichen als auch den praxisnahen Diskurs zu ermöglichen, um so kritisch-konstruktive Reaktionen und Umgangsweisen mit der besonderen Situation im Schuljahr 2020/21 zu befördern. Neben Überblicksstudien und -reflexionen finden sich Beiträge zu den Themenkomplexen "Bildungsbenachteiligung und -gerechtigkeit" und "Schulorganisation & Home-School-Organisation" sowie "Praxisbeispiele für den Umgang mit der Krise". "Digitalisierung" und "Didaktik" erweisen sich dabei bedeutsame als Querschnittsthemen.

Gesundheit, Zufriedenheit und Belastung in Lehrer*innenbildung und -beruf. Exemplarische Studien zu wenig beachteten Phänomenen

(herausgegeben von Kris-Stephen Besa, Jan-Hendrik Hinzke & Monika Palowski-Göpfert)

In diesem Themenheft sind fünf Beiträge zusammengefasst, die sich der Gesundheit, Belastung und Arbeitszufriedenheit von Lehrkräften unter thematischen, theoretischen oder methodischen Schwerpunktsetzungen widmen, die bisher in den relevanten Diskursen eher wenig Beachtung fanden. So wird z.B. in einem der Beiträge untersucht, was Lehrkräfte dazu bringt, trotz teilweise schwieriger Bedingungen in ihrem Beruf zu bleiben. Insgesamt illustrieren die Beiträge exemplarisch die Potenziale ihrer noch neuen Zugänge. Gerahmt werden sie durch ein Editorial, in dem eine Einordnung in den aktuellen Stand von Theorie und Empirie stattfindet.

Standards – Margins – New Horizons: Teaching Language and Literature in the 21st Century

(herausgegeben von Peter Schildhauer, Jochen Sauer & Anne Schröder)

Wenn man sowohl die Forderungen der New London Group als auch die jüngeren Ansprüche an das Lehren und Unterrichten in heterogenen Gruppen ernst nimmt, dann besteht die Aufgabe von Lehrer*innen zunehmend darin, eine Vielfalt von Lernenden auf eine wachsende Vielfalt in allen Lebensbereichen vorzubereiten, indem sie mit einer Bandbreite unterschiedlicher Inhalte konfrontiert werden. Zur Diskussion dieser Fragen haben die Gast-Herausgebenden dieses Heftes zu einer Tagung „Standards – Margins – New Horizons: Teaching Language and Literature in the 21st Century“ eingeladen. Der innovative Fokus auf die Kombination von Latinistik und Anglistik ergab sich aus folgenden Überlegungen: Englisch als moderne und Latein als antike Lingua Franca sind bzw. waren Kommunikations- und Ausdrucksmittel für verschiedene Kulturen und Epochen und gewähren zahlreichen Ausdrucksformen von Diversität in Sprache und Literatur Raum. Gleichzeitig spielen die Themen Diversität und Multiliteracies in beiden Fachdidaktiken aktuell eine große Rolle, auch wenn sie teils sehr unterschiedlich diskutiert werden. Dieses Spannungsverhältnis aus Gemeinsamkeiten und verschiedenen Perspektiven sollte zum gegenseitigen Vorteil genutzt werden. Komplementiert wurde der interdisziplinäre Dialog durch Beiträge aus Romanistik und Musikpädagogik. Das Ergebnis dieses intensiven Austauschs sind die Beiträge in diesem Themenheft.

Forschungsperspektiven auf Unterricht im Spannungsfeld von Kontingenz und Kontinuität

(herausgegeben von Saskia Bender, Oliver Böhm-Kasper, Carolin Dempki, Bernd Gröben, Miriam Lüken, Birgit Lütje-Klose, Lilian Streblow & Matthias Wilde)

Die Bielefelder Frühjahrstag 2019 zielte auf eine „reflexive Beschäftigung mit Ungewissheit“ (Frei & Körner, 2010, S. 9) ab. Kontingenz und Kontinuität wurden auf der methodischen und methodologischen Ebene sowie auch theoretisch systematisch in den Blick genommen. Das vorliegende Themenheft dokumentiert den Diskurs. Es umfasst Beiträge von Bielefelder Wissenschaftler*innen sowie von geladenen Expert*innen, welche die Tagung in Form von Vorträgen und Forschungswerkstätten unterstützt haben. Der Fokus der einzelnen Beiträge liegt auf der jeweiligen Forschungsperspektive auf Unterricht im Spannungsfeld von Kontingenz und Kontinuität.

Der Basiskurs Naturwissenschaften am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

(herausgegeben von Matthias Wilde, Cornelia Stiller & Andreas Stockey)

Der Basiskurs Naturwissenschaften wurde von einer Gruppe aus Lehrenden, Bildungsforscher*innen und Fachdidaktiker*innen als einjähriger Kurs mit vier Wochenstunden in der Eingangsphase der Oberstufe am Oberstufen-Kolleg Bielefeld entwickelt, langjährig erprobt, evaluiert und iterativ weiterentwickelt. Der Kurs ist so angelegt, dass er grundlegende naturwissen-schaftliche Denkweisen (vgl. Scientific Literacy) und naturwissenschaftliche Methoden (vgl. Scientific Inquiry) mit einem Fokus auf steigende Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Kollegiat*innen adressiert und nicht in erster Linie auf fachinhaltliche Vollständigkeit abzielt. Im Zentrum des Kurskonzeptes steht der hypothetisch-deduktive Erkenntnisweg, der von den Kollegiat*innen v.a. mithilfe einer Reihe von Schülerexperimenten durchdrungen werden soll. Das vorliegende Themenheft bietet eine Zusammenstellung von konzeptionellen Beiträgen, die Gestaltungsprinzipien und konkrete Umsetzungen für die einzelnen Unterrichtsmodule beschreiben, und Beiträgen, die erste qualitative und quantitative Befunde zur Durchführung und Evaluierung des Kurses sowie erste Rückmeldungen aus Lehrerfortbildungen fokussieren.

2019

Forschendes Lernen in Bielefeld – fachdidaktische Profile

(herausgegeben von Melanie Basten, Claudia Mertens & Eike Wolf)

Das Heft „Forschendes Lernen in Bielefeld – fachdidaktische Profile“ widmet sich den Adaptionen des hochschuldidaktischen Konzepts Forschenden Lernens der Bielefelder Fachdidaktiken. Den sechzehn fachdidaktischen Darstellungen der jeweiligen Programme voran stehen vier Beiträge, die sowohl inhaltliche als auch generative sowie hochschuldidaktische Einordnungen leisten. Die letzten beiden Beiträge leisten eine konzeptionelle Verortung sowie neoinstitutionelle Deutung der Adaptionen.

 

 

 

Beachten Sie unsere Hinweise für Gastherausgeber*innen zur Herausgebe eines Themenheftes und die Informationen für Autorinnen und Autoren zur Einreichung eines Beitrags.