https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/issue/feed PraxisForschungLehrer*innenBildung. Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung. 2022-04-25T08:38:06+00:00 Dr. Gabriele Klewin gabriele.klewin@uni-bielefeld.de Open Journal Systems <p>Die Zeitschrift steht im Paradigma von Forschung <em style="font-size: 13px !important; line-height: 20.8px !important;">und</em> Entwicklung und ist somit ein Ort, an dem Forschungsergebnisse und ihre praktischen Implikationen dargestellt und diskutiert werden. Den Schwerpunkt der Zeitschrift bilden also praxisnahe Beiträge zu lokalen Konzepten, Forschungen und weiteren standortbezogenen Aktivitäten.</p> https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5424 Spiralcurriculum als Professionalisierungs- und Kohärenzprojekt der Potsdamer Lehrer*innenbildung 2022-04-25T08:38:06+00:00 Frank Tosch tosch@uni-potsdam.de <p>An der Universität Potsdam werden die fünf Schulpraktischen Studien im Rahmen des BA- und MA-Studiums der Lehrerbildung gemäß dem Modell eines Spiralcurriculums konzeptionell entfaltet. Vor diesem Hintergrund geht der theoretisch orientierte Beitrag der Frage nach, inwieweit das spiralcurriculare Modell auch für die Konzipierung der Lehrerbildung insgesamt – also in ihren fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Anteilen – herangezogen werden kann. Dabei werden – auch mit bildungshistorischem Rückgriff – sieben Merkmale systematisiert, die die mit dem Modell verbundenen Chancen und Herausforderungen zur Professionalisierung der Lehrerbildung thematisieren. Im Modell des Spiralcurriculums wird die Gesamtheit der curricularen Ziele, Inhalte und Methoden aller beteiligten lehrerbildenden Disziplinen entlang dreier tragender Leitlinien (Leitlinie der fächerspezifischen Erkenntnisgewinnung, Leitlinie der fächerübergreifenden Erkenntnisgewinnung sowie Leitlinie der individuellen Persönlichkeits-/Kompetenzentwicklung der Lehramtsstudierenden) ordnend verankert.</p> 2022-05-08T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Frank Tosch https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5214 Demokratiebildung als (hoch-)schulische Querschnittsaufgabe und demokratisch-politische Bildung als Prinzip der Lehrer*innenbildung 2022-02-14T10:17:31+00:00 Carolin Dempki carolin.dempki@uni-bielefeld.de Petra Josting petra.josting@uni-bielefeld.de <p>Demokratie wird immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand gestellt, sei es durch Wahlsiege rechtspopulistischer Parteien oder durch die aktuelle „Corona-Krise“. Vor diesem Hintergrund ist das Erlernen und Erleben von Demokratie insbesondere für die heranwachsende Generation zentral, woraus sich für Schule und Unterricht die <a href="https://www.kmk.org/themen/allgemeinbildende-schulen/weitere-unterrichtsinhalte/demokratiebildung.html">Querschnittsaufgabe Demokratiebildung</a> ergibt. Anzusetzen ist dabei auch bei den (zukünftigen) Lehrkräften. Dieses Editorial führt in das Themenheft „Demokratiebildung als (hoch-)schulische Querschnittsaufgabe und demokratisch-politische Bildung als Prinzip der Lehrer*innenbildung“ ein und erläutert seine Entstehung. Neben einer Einführung in die Thematik werden die Beiträge des Themenheftes vorgestellt.</p> 2021-12-30T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Carolin Dempki, Petra Josting https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5172 Demokratieförderung im Kontext des sprachsensiblen Fachunterrichts 2022-02-01T10:46:08+00:00 Nadia Wahbe nadia.wahbe@uni-bielefeld.de <p>Der sprachsensible Fachunterricht bietet Lehrkräften und Lehramtsstudierenden vielfältige Möglichkeiten, mit ihren Schüler*innen Demokratie zu erleben und zu gestalten. Über eine sprachsensible Unterrichtskultur kann auch eine demokratische Gesprächskultur erlernt werden. Sie ist die Grundlage für jeden zwischenmenschlichen Austausch auf Augenhöhe und das gesellschaftliche Miteinander. Der Beitrag skizziert Eindrücke und Vorschläge aus einem Workshop, der im Rahmen der Prä-Konferenz „Demokratie braucht Inklusion“ der Bielefelder Frühjahrstagung 2021 für Nachwuchswissenschaftler*innen angeboten wurde, um für handlungsorientierte Zugänge zu demokratischer Gesprächskultur und deren Beteiligungsformen im Kontext des sprachsensiblen Fachunterrichts zu sensibilisieren.</p> 2022-02-28T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Nadia Wahbe https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5135 Critical Pedagogy and Critical Interculturality 2022-01-24T11:26:47+00:00 Itxaso García Chapinal i.garcia_chapinal@uni-bielefeld.de <p>Diversity in the classroom among students or regarding knowledge is often perceived as being a source of conflicts and tensions. However, diverse knowledge and experiences should be addressed at school as being part of a process of empowerment and as supporting democratic values at school, both among students and teachers. Critical pedagogy and critical interculturality try to provide theoretical tools for this purpose.</p> 2022-02-28T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Itxaso García Chapinal https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5133 Wege zum Selbstverständnis künstlerischer Lehre im Lehramt 2022-01-23T15:07:53+00:00 Petra Kathke petra.kathke@uni-bielefeld.de <p>Der Beitrag deckt anhand einer Rekonstruktion professionsbezogener Lern- und Lehrerfahrungen akademische und berufsbiografische Einflussfaktoren auf, die am Prozess der Rollenfindung als Hochschullehrerin im Fach Kunst beteiligt waren. Identitätsstiftende (Aus-)Bildungsräume zwischen Schulzeit, Studium, berufsfeldbezogener Tätigkeit und professoraler Hochschullehre werden kartografisch rekonstruiert und anhand exemplarisch verdichteter Situationsschilderungen daraufhin befragt, wie sie letztlich über Umwege zur Ausbildung eines Selbstverständnisses künstlerischer Lehre und der sie grundierenden kunstpädagogischen Haltung führen konnten. Im Spiegel der Erinnerungen zeigt sich, dass ein entscheidender Ertrag der Professionalisierung für die eigene Hochschullehre in der Erfahrungsproduktion des Dazwischen liegt, da der nicht abrupt, sondern allmählich vollzogene Rollenwechsel von Rückkopplungen systemisch bedingter Differenzen und fachspezifischer Lernkulturen an Pädagogischer Hochschule, Universität, Schule und außerschulischen Bildungseinrichtungen profitiert.</p> 2022-02-11T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Petra Kathke https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5132 „Dafür, dass alles so plötzlich kam, fand ich den Umstieg [...] gelungen!“ 2022-01-23T12:52:22+00:00 Ina-Maria Maahs inamaria.maahs@mercator.uni-koeln.de Mihail Sotkov mihail.sotkov@udo.edu <p>Im Frühjahr 2020 mussten in der Bundesrepublik Deutschland bedingt durch die Covid-19-Pandemie völlig unerwartet plötzlich beinahe alle Lehr- und Lernangebote auf Distanz umgestellt werden. In der öffentlichen Debatte werden diesbezüglich häufig an erster Stelle die Herausforderungen für die allgemeinbildenden Schulen diskutiert; von dieser plötzlichen Änderung der Rahmenbedingungen betroffen waren aber auch viele weitere Bereiche des Bildungssektors. So wurden zu dem Zeitpunkt im Kontext der Hochschullehre und Lehrkräfteweiterbildung die sonst üblichen Präsenzveranstaltung ad hoc auf digitale Bildungsangebote umgestellt. Die vorliegende Studie beleuchtet diese Umstellung für die Weiterbildungsstudien Deutsch als Zweitsprache in Nordrhein-Westfalen und stellt dabei die Perspektive der teilnehmenden Lehrkräfte in den Fokus. Dabei zeigt sich dieser historisch einmalige Moment als aufschlussreiche Lerngelegenheit für die Gestaltung zukünftiger Angebote, da durch die notgedrungenen Erfahrungen mit Online-Formaten nicht nur Hinweise auf konkrete Herausforderungen und Potenziale digitaler Weiterbildungsstudien aufgezeigt werden können, sondern sich auch Veränderungen in der Haltung der befragten Lehrkräfte zu E-Learning-Angeboten in der Weiterbildung beobachten lassen. Als besonders zukunftsweisend scheinen in diesem Kontext hybride Formate zu sein, die Vorteile von Präsenz- und Online-Angeboten systematisch und gewinnbringend kombinieren.</p> 2022-02-11T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Ina-Maria Maahs, Mihail Sotkov https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5109 Partizipation in den Naturwissenschaften und gesellschaftliche Teilhabe 2022-01-16T16:03:12+00:00 Melanie Basten melanie.basten@uni-bielefeld.de Nadine Großmann ngrossmann@uni-bielefeld.d <p>Kinder und Jugendliche, die in Armut leben, befinden sich in einem Teufelskreis der sozialen Benachteiligung, aus dem sie vornehmlich durch Bildung potenziell ausbrechen könnten. Der Bereich der Naturwissenschaften liefert im Laufe der Schulzeit die Ausbildung einer „scientific literacy“ als Teil einer grundlegenden Bildung. Diese soll <em>allen</em> Lernenden zuteilwerden. „Scientific literacy“ führt dazu, dass Lernende sich (zukünftig) an gesellschaftlichen Diskursen und Entscheidungsprozessen beteiligen können. Das Netzwerk inklusiver naturwissenschaftlicher Unterricht (NinU) hat ein Raster entwickelt, mit dem „scientific literacy for all“ in der Unterrichtsplanung realisiert werden kann. Unter anderem spielen in diesem Raster die Kontexte, in denen Kompetenzen erworben werden, eine große Rolle für den Lernerfolg, da sie sich auf den Wissenserwerb und die Lernmotivation auswirken. Es müssen im Unterricht also Kontexte gefunden werden, die für alle Lernenden relevant und motivierend sind, damit alle an einem ko-konstruktiven Lernprozess partizipieren können und niemand ausgegrenzt wird.</p> 2022-02-28T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Melanie Basten, Nadine Großmann https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5098 Verantwortungslose Behinderte 2022-01-14T13:29:46+00:00 Karsten Exner karsten.exner@uni-bielefeld.de <p>Ausgehend von einem soziologischen Verständnis von Behinderung und der Feststellung, dass auf Behinderung fokussierte Inklusionsdiskurse zur (Re-)Pro­duktion des sozialen Phänomens Behinderung und zum Vorhandensein einer Behindertenrolle beitragen, wird verdeutlicht, dass sich auf dieser Grundlage für beeinträchtigte Menschen keine rollenspezifische Verantwortung – die im Hinblick auf Demokratie ein zentrales Moment darstellt – ableiten lässt. Gleichzeitig wird vor dem Hintergrund der Klärung, was sozialrollenbezogene Verantwortung meint, aufgezeigt, dass über die Behindertenrolle – die auf Hilfsbedürftigkeit und Passivität ausgerichtet ist – sozialrollenspezifische Verantwortung von nichtbeeinträchtigten Bürger*innen hergestellt wird. Zugleich bekommen von Beeinträchtigung betroffene Menschen keine (demokratierelevante) Verantwortung zuerkannt, sodass sie in einem Handlungsobjektstatus für nichtbeeinträchtigte Akteure verbleiben und dementsprechend auch keine Verantwortung für das Gelingen von De­mokratie haben (können).</p> 2022-02-28T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Karsten Exner https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5094 Videobasierte Fallarbeit zu kompetenzorientiertem Bewegungs- und Sportunterricht 2022-01-12T17:08:52+00:00 Vera Molinari vera.molinari@phbern.ch Fabian Rindlisbacher fabian.rindlisbacher@phbern.ch <p>Die Einführung kompetenzorientierter Lehrpläne impliziert für Fachdidaktik-Dozierende, angehende Lehrpersonen auf das Planen und Durchführen kompetenzorientieren Unterrichts vorzubereiten. Videobasierte Fallarbeit stellt dazu ein probates Mittel dar. Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche fasst dieser Beitrag aktuelle Erkenntnisse zum Einsatz videobasierter Fallarbeit in der (sport-)fachdidaktischen Ausbildung zusammen. Darauf aufbauend wird ein spezifisches Lehr-Lern-Format videobasierter Fallarbeit zur Förderung der professionellen Kompetenz angehender Sportlehrpersonen hinsichtlich der Planung und Durchführung kompetenzorientierten Bewegungs- und Sportunterrichts skizziert.</p> 2022-02-11T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Vera Molinari, Fabian Rindlisbacher https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/5068 Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Zusammenspiel von Praxis, Forschung, Praxisforschung, Bildung und Lehrer*innenbildung angesichts eines Praxistrends der Forschungsförderung 2021-12-29T18:30:57+00:00 Martin Heinrich martin.heinrich@uni-bielefeld.de Gabriele Klewin gabriele.klewin@uni-bielefeld.de Lilian Streblow lilian.streblow@uni-bielefeld.de <p>Im hiermit vorliegenden Editorial zur dritten Ausgabe der Zeitschrift erläutern die Herausgeber*innen, wie in diesem Jahrgang die Intentionen und Grundgedanken mit Blick auf das Verhältnis von Praxis und Forschung realisiert werden konnten. Im Anschluss an den Ausblick finden sich am Ende des Editorials auch die Abstracts aller Beiträge der diesjährigen regulären Ausgabe sowie kurze Überblicke zu den Inhalten der diesjährigen Themenhefte.</p> 2021-12-30T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Martin Heinrich, Gabriele Klewin, Lilian Streblow https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4957 Mathematische Grundbildung als Baustein einer demokratischen Meinungsbildung 2021-12-05T13:56:57+00:00 Michael Kleine michael.kleine@uni-bielefeld.de <p>Ausgehend von Betrachtungen zur mathematischen Grundbildung soll im Folgenden an Beispielen illustriert werden, welchen Beitrag das Fach Mathematik als ein Baustein leisten kann, an dem eine demokratische Meinungsbildung ansetzt. Die Beispiele sind vor einem aktuellen Zeitgeschehen ausgewählt, indem mathematische Kenntnisse eine Grundlage darstellen, um Informationen und einen demokratischen Disput zu verstehen und daran ein eigenes Meinungsbild anzuknüpfen. Im Allgemeinen zeigt sich in den Darstellungen ein Grundprinzip mathematischer Bildung: ein Beitrag zur Entwicklung und Entfaltung von mündigen Bürger*innen im gesellschaftlichen Leben.</p> 2021-12-29T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Michael Kleine https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4956 Globales Lernen im Geschichtsunterricht 2021-12-05T13:33:53+00:00 Nicole Schwabe nicole.schwabe@uni-bielefeld.de <p>Während globalgeschichtliche Ansätze sich aus der Geschichtswissenschaft nicht mehr wegdenken lassen, dominiert im Geschichtsunterricht ein nationales Narrativ. Der Unterricht verpasst auf diese Weise nicht nur den Anschluss an gegenwärtige Entwicklungen in der Wissenschaft, sondern verfehlt das selbst gesetzte Ziel, den Schüler*innen Orientierung in ihrer Lebenswelt zu bieten. Wie kann historisches Lernen einen Beitrag dazu leisten, dass sich Schüler*innen in einer zunehmend globaleren Welt zurechtfinden und dazu befähigt werden, Gesellschaft mitzugestalten? Welche Akzente kann die geschichtsdidaktische Lehrer*innenbildung im Rahmen der Querschnittsaufgabe Globales Lernen für die Demokratiebildung setzen? Wie muss sich der Geschichtsunterricht verändern, um der Diversität an Lebenswelten, die in einem Klassenraum zusammenfinden, gerecht zu werden? Im Praxisprojekt <em>Wissen um globale Verflechtungen </em>haben Didaktiker*innen und Fachwissenschaftler*innen an der Universität Bielefeld gemeinsam Unterrichtsmaterialien für den Schulunterricht entwickelt, um aufzuzeigen, wie sich die Forderung einer Perspektiverweiterung sowie die Förderung verflechtungsgeschichtlicher Perspektiven im Unterricht in der Schulpraxis umsetzen lassen. Davon ausgehend formuliert der vorliegende Artikel Impulse für die Lehrer*innenbildung.</p> 2022-02-28T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Nicole Schwabe https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4926 Zum Stellenwert der Allgemeinen Didaktik in der (aktuellen) Lehrer*innenbildung 2021-11-16T09:29:52+00:00 Kris-Stephen Besa kbesa@uni-muenster.de <p>Die Dauerkrise der Allgemeinen Didaktik führt zu immer neuen Auseinandersetzungen rund um ihren Stellenwert und ihre Zukunftsfähigkeit. Dabei scheint ihr Status als (schul-)pädagogische Leitdisziplin spätestens mit der stärkeren Output-Orientierung des Bildungssystems seit Anfang der 2000er-Jahre verloren. Dennoch beschäftigen sich nach wie vor zahlreiche Personen und Publikationen in – zum Teil stark selbstreferenziellen – Diskursen mit der Allgemeinen Didaktik, wobei neben Reformüberlegungen auch Abgrenzungen zu anderen Disziplinen eine große Rolle spielen. Wenig beachtet ist bislang jedoch der Stellenwert der Allgemeinen Didaktik in der (universitären) Lehrer*innenbildung, was umso mehr erstaunt, bedenkt man, dass durch eine hochschulische Verankerung auch die unterrichtsbezogene Ausrichtung und späteres berufliches Handeln mit beeinflusst werden. Der Beitrag greift diese Überlegungen auf und versucht sich in einer mehrstufigen Beleuchtung der Allgemeinen Didaktik in der aktuellen Lehrer*innenbildung, die sowohl Hochschullehrpersonen als auch curriculare Vorgaben und die Studierendenperspektive umfasst.</p> 2021-12-02T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Kris-Stephen Besa https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4915 Sportunterricht als demokratieförderliches Setting verstehen – Fachliche Einordnungen und hochschuldidaktische Implikationen 2021-11-11T12:24:16+00:00 Bernd Gröben bernd.groeben@uni-bielefeld.de Nils Ukley nils.ukley@uni-bielefeld.de <p>Die Universität ist für eine ebenso sinnvolle wie notwendige Demokratieförderung prädestiniert. Diesem Anspruch kann sowohl auf überfachlicher als auch auf fachlicher Ebene entsprochen werden. Im Hinblick auf das Lehramtsstudium im Fach Sport zeigt dieser Beitrag, dass der schulische Sportunterricht als adressiertes berufliches Zielfeld spezifische Anschlussofferten bietet, die sich bildungstheoretisch durch den sogenannten Doppelauftrag einer Erziehung <em>im</em> und <em>durch</em> Sport ergeben – verstanden als Bewegungsbildung und allgemeine Bildung. Vor diesem Hintergrund lassen sich Potenziale einer Förderung habituell-demokratischer Kompetenzen herausarbeiten. Von diesen Potenzialen ausgehend versuchen wir zu ergründen, wie solche Überlegungen zur Demokratieförderung im schulischen Sportunterricht auch im sportwissenschaftlichen Hochschulstudium vermittelt werden können. Im Ergebnis (Perspektive 1) profiliert dies eine demokratiespezifische Kompetenzerwartung, wonach Studierende im Lehramt des Fachs Sport a) theoretische Kenntnisse über die Bedingungen der Möglichkeit eines demokratiefördernden Sportunterrichts verstehen, b) strukturelle Besonderheiten und Limitationen des Settings kennen und c) prinzipielle Lösungen für fachliche Vermittlungsfragen finden können sollten. Es zeigt sich jedoch auch, dass solche Erwartungen zu vage bleiben, wenn nicht auch die Erarbeitungsprozesse und mithin die Hochschullehre selbst in einem demokratiefördernden Milieu stattfinden. Daher wird auch skizziert (Perspektive 2), wie Bildungsgehalte des Sports in der eigenen Erfahrung erschlossen und mit Fragen nach den Zielen, Wegen und der Verantwortbarkeit des schulischen Sportunterrichts verbunden werden können. Schließlich wird dafür plädiert, solche durchaus mäeutischen Wege der Lehre verstärkt zu nutzen.</p> 2021-12-29T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Bernd Gröben, Nils Ukley https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4881 Einstellungen von angehenden Lehrer*innen gegenüber (Cyber-)Mobbing und wahrgenommene Interventionskompetenz 2021-11-07T16:25:58+00:00 Christoph Paulus cpaulus@mx.uni-saarland.de <p>Mobbing ist ein großes Problem in der Schule, und der Umgang damit wird in der Lehrer*innenausbildung selten oder gar nicht thematisiert. In dieser Studie befragten wir 103 deutsche Lehramtsanwärter*innen zu ihrer Einstellung gegenüber körperlichen, verbalen, relationalen und Cybermobbing-Situationen. Für jede dieser Situationen wollten wir einschätzen, (a) wie ernst man die Situation nehmen würde (Schweregrad), (b) wie wütend man über die Situation wäre (Ärger), (c) wie mitfühlend man gegenüber dem Opfer wäre (Empathie), (d) wie wahrscheinlich eine Intervention wäre (Intervention) und (e) wie kompetent man sich fühlen würde, in der Situation zu intervenieren (Kompetenz). Alle Arten von Mobbing wurden sehr ernst genommen, wobei verbales Mobbing signifikant weniger ernst genommen wurde als die anderen drei Arten. Cybermobbing und physische Angriffe führten zu größerer Verärgerung als verbales oder relationales Mobbing. Häufigeres Eingreifen wurde für Cyber- und physisches Mobbing berichtet, seltener für relationales und verbales Mobbing. Angehende Lehrer*innen fühlten sich aber in allen Mobbing-Situationen wenig kompetent einzugreifen.</p> 2021-11-25T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Christoph Paulus https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4880 Professionelle Handlungskompetenz im Lehr-Lern-Labor 2021-11-06T15:07:59+00:00 Sabrina Dahmen sdahmen@uni-wuppertal.de Angelika Preisfeld apreis@uni-wuppertal.de Karsten Damerau karsten.damerau@uni-flensburg.de <p>Der Transfer des Ausbildungswissens in die Unterrichtspraxis ist die Grundlage für professionelles unterrichtliches Handeln. Dieser stellt eine Herausforderung für angehende Lehrkräfte dar. Lehr-Lern-Laboren (LLL) wird das Potenzial zugeschrieben, professionelle Handlungskompetenzen anzubahnen. Es finden sich aber bisher nur wenige empirische Untersuchungen zur professionellen Handlungskompetenz im LLL. In der vorliegenden Studie wurde die professionelle Handlungskompetenz von Studierenden des Faches Biologie in Bezug auf Experimentiersituationen mit Schüler*innen im LLL untersucht. Zur Erhebung wurde ein vignettenbasiertes Testinstrument eingesetzt, und die erhobenen Daten wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Dabei wurden authentische Videovignetten aus dem LLL, die von den beteiligten Studierenden schriftlich analysiert wurden, als kontextsensitiver Impuls zur Datengewinnung genutzt. Diese Analysen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet, und es wurde ein Indikatorensystem zur Beurteilung der Kompetenzfacetten des zugrunde liegenden Modells zum professionellen Wahrnehmen und Handeln im Experimentalunterricht entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den untersuchten Studierenden im Master of Education insbesondere in Bezug auf Wahrnehmung und Prognose von Lernprozessen beim Experimentieren sowie in Bezug auf die kontextualisierte Bewertung von Experimentierprozessen im LLL anhand (fach-)didaktischer Konzepte weiterer Professionalisierungsbedarf besteht.</p> 2021-12-04T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Sabrina Dahmen, Angelika Preisfeld, Karsten Damerau https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4845 „Ich traue mir zu …“ 2021-10-26T17:51:43+00:00 Melanie Beudels melanie.beudels@uni-wuppertal.de Nadine Schroeder nschroeder@uni-wuppertal.de Angelika Preisfeld apreis@uni-wuppertal.de <p>Viele (zukünftige) Sachunterrichtslehrkräfte haben geringe Selbstwirksamkeitserwartungen und teils auch ein geringes Interesse hinsichtlich des Unterrichtens von naturwissenschaftlichen und technischen Inhalten. Gleichzeitig mangelt es an der Beforschung von universitären Lehrkonzepten, welche versuchen, die Entwicklung dieser motivationalen Orientierungen in Bezug auf <em>mehrere </em>sachunterrichtliche Bezugsfächer <em>parallel</em> positiv zu beeinflussen. Dies ist auch aufgrund des perspektivenvernetzenden Charakters des Faches relevant. Im Beitrag wird daher mithilfe eines quasi-experimentellen Pre-Post-Interventions-Baseline-Gruppen-Designs untersucht, ob sich durch einen Kurs, in dem die Bezugsfächer Biologie, Chemie, Physik und Technik vernetzt vermittelt werden, die Interessen und Selbstwirksamkeitserwartungen von n = 202 Grundschullehramtsstudierenden verändern. Während sich in der Baselinegruppe, die nicht an der Lehrveranstaltung teilnahm, die Selbstwirksamkeitserwartungen nicht signifikant ändern und die Interessen teils abnehmen, ist bei der Interventionsgruppe eine positive Entwicklung – gerade in Bezug auf die Selbstwirksamkeitserwartungen – festzustellen. Es zeigt sich zudem bei der Entwicklung der Sachinteressen ein leichter Vorteil für die Teilnehmenden der Lehrveranstaltung als Blockkursformat im Gegensatz zu jenen, die an einem wöchentlichen Format partizipierten. Keine signifikanten Unterschiede in der Veränderung der motivationalen Orientierungen bestehen hinsichtlich des Studienschwerpunktes. Grundschullehramtsstudierende mit und ohne ‚Naturwissenschaften und Technik‘ als Studienfach profitieren gleichermaßen von der Lehrveranstaltung.</p> 2021-11-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Melanie Beudels, Nadine Schroeder, Angelika Preisfeld https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4844 Aktivität von Radionuklidgemischen – Ein Konzept zur Entwicklung eines mathematischen Modells 2021-10-26T17:49:24+00:00 Tobias Allmers tobias.allmers@kgsuhaseluenne.de <p>In diesem Beitrag wird ein Konzept zur schülergerechten Entwicklung eines mathematischen Modells vorgestellt, mit dem die Beschreibung der zeitabhängigen Aktivität eines Gemisches von Radionukliden gelingt. Den notwendigen Zugang liefert eine Simulation, anhand derer die Vorgänge der Kernumwandlung auf der Teilchenebene nachgestellt und mittels Differenzengleichungen modelliert werden können. Die Ergebnisse der numerischen Simulation werden mit experimentellen Daten verglichen. Die vorgestellte Simulation ist darüber hinaus geeignet, fehlerhafte Präkonzepte zu korrigieren und ein tiefergehendes Verständnis der ablaufenden Prozesse zu ermöglichen, das eine vollständige Interpretation von Messergebnissen ermöglicht.</p> 2021-11-08T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Tobias Allmers https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4840 Selbstdeutung, Positionierung & Rollenfindung: Zum Selbst in der universitären Lehrer*innenbildung 2021-10-25T12:02:40+00:00 Eike Wolf eike.wolf@uni-osnabrueck.de Volker Schwier volker.schwier@uni-bielefeld.de Julia Schweitzer julia.schweitzer@uni-bielefeld.de Paul Goerigk paul.goerigk@uni-bielefeld.de Katja Bekemeier studienberatung-akad.ew@uni-bielefeld.de <p>In diesem Editorial werden zunächst der Ausgangspunkt des Themenheftes „Selbstdeutung, Positionierung &amp; Rollenfindung: Zum Selbst in der universitären Lehrer*innenbildung“ in den Diskussionen der Bielefelder Materialwerkstätten und die mit dem Heft verfolgte Idee, Impulse für die Auseinandersetzung mit der Lehrendenrolle zu erhalten, erläutert. Unter Rückgriff auf Mollenhauer erfolgt eine kurze thematische Einführung in die Rollenproblematik von Lehrenden. Nach einem Überblick über die einzelnen Beiträge des Heftes schließt das Editorial mit einem ersten Resümee und dem Ausblick auf weiterführende Diskussionen.</p> 2021-10-27T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Eike Wolf, Volker Schwier, Julia Schweitzer, Paul Goerigk, Katja Bekemeier https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4802 Zur Selbstdeutung, Rollenfindung und Positionierung von Lehrenden der evangelischen Religionspädagogik an Hochschulen: Eine Matrix 2021-10-12T17:47:29+00:00 Hanna Roose hanna.roose@ruhr-uni-bochum.de <p>Die Disziplin der Religionspädagogik an Hochschulen ist aufgespannt zwischen Theologie und Pädagogik, zwischen Kirche und Schule, zwischen Theorie und Praxis. Diese drei Spannungsfelder lassen sich für die vier Parameter des (kategorialen) „Selbst“ einer*eines Hochschullehrenden der evangelischen Religionspädagogik durchbuchstabieren: Herkunft, Selbstverständnis, Habitus und Wirkungshoffnung. So ergibt sich ein Raster mit zwölf nicht immer trennscharfen Feldern, das diesen Artikel strukturiert. Die gesammelten Eindrücke bilden trotz ihrer Fragmentarität eine Matrix, in der sich jede*r Hochschullehrende der Religionspädagogik mehr oder weniger explizit verortet.</p> 2021-10-27T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2021 Hanna Roose