PraxisForschungLehrer*innenBildung. Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung. https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb <p>Die Zeitschrift steht im Paradigma von Forschung <em style="font-size: 13px !important; line-height: 20.8px !important;">und</em> Entwicklung und ist somit ein Ort, an dem Forschungsergebnisse und ihre praktischen Implikationen dargestellt und diskutiert werden. Den Schwerpunkt der Zeitschrift bilden also praxisnahe Beiträge zu lokalen Konzepten, Forschungen und weiteren standortbezogenen Aktivitäten.</p> de-DE gabriele.klewin@uni-bielefeld.de (Dr. Gabriele Klewin) ojs.ub@uni-bielefeld.de (OJS-Team der Universitätsbibliothek) Fr, 07 Mai 2021 11:00:53 +0000 OJS 3.2.1.3 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Demokratie stabilisieren und Bürger*innen stärken – zwei Seiten derselben Medaille? https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4711 <p>Der Beitrag diskutiert die politische Repräsentation und Partizipation von Kindern und Jugendlichen und den allgemeinen Zustand der politischen Bildung. Er thematisiert die Spannung zwischen sozialer und politischer Ungleichheit und dem Gleichheitsversprechen der Demokratie und begründet eine Akzentverschiebung hin zu einer interessenpolitischen Bildung für junge Menschen. Der Text unterstreicht die Kritikaufgabe der Wissenschaft, fordert ein Aufgreifen der Kritik der Leute und die Parteinahme der Fachdidaktik für Kinder und Jugendliche. Schließlich plädiert er für das Leitbild der schwierigen, unbequemen und gegenüber ungerechtfertigter Ungleichheit unnachgiebigen Bürger*innen.</p> Reinhold Hedtke Copyright (c) 2021 Reinhold Hedtke https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4711 Di, 24 Aug 2021 00:00:00 +0000 Bildungsbiografische Grenzgänge in der Sekundarstufe II https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4710 <p>In diesem Beitrag legt die Forschungsgruppe „Bildungs-biografische Grenzgänge in der Sekundarstufe II“ ihren Abschlussbericht über das gleichnamige Forschungs- und Entwicklungsprojekt vor, das zwischen 2012 und 2020 in Kooperation von Versuchsschule und Wissenschaftlicher Einrichtung Oberstufen-Kolleg durchgeführt wurde. Im Zentrum stehen gefährdete, „schwierige“ und scheiternde Bildungsbiografien in der Oberstufe, die mit quantitativen und qualitativen Methoden im Längsschnitt untersucht wurden. Die Ergebnisse sind vielfältig und deuten in ihrer Gesamtheit vor allem darauf hin, dass Rückstufungen und Abbrüche in der Oberstufe in nahezu allen Fällen auf eine Kombination schulischer und außerschulischer Ursachen zurückzuführen sind. Im Fazit ziehen wir erste Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Beratung in der Oberstufe und geben einen Ausblick auf die Nutzung der Ergebnisse in einem zukünftigen Transferprojekt.</p> Christel Herrlich, Monika Palowski-Göpfert, Rica Schöbel, Annett Walbe Copyright (c) 2021 Christel Herrlich, Monika Palowski-Göpfert, Rica Schöber, Annett Walbe https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4710 Di, 21 Sep 2021 00:00:00 +0000 Studierendenperspektiven auf Schüler*innenmitbestimmung im Englischunterricht https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4561 <p>Im Mittelpunkt dieses Artikels steht die Frage, welche genuin fachlichen Gegenstände geeignet sind, um die Querschnittsaufgabe Demokratiebildung möglichst organisch in den Englischunterricht zu integrieren. Basierend auf den Eindrücken aus der Planung, Durchführung und Evaluation eines literaturdidaktischen Master-of-Education-Seminars wurde im November 2020 eine Onlinebefragung unter Studierenden im Fach Englisch an drei deutschen Universitäten durchgeführt. Sowohl die Seminareindrücke als auch die Konzeption, Umsetzung und Auswertung der Onlinebefragung werden präsentiert. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, welche fachdidaktische und berufsbiographische Herausforderung die Stärkung der Lerner*innenperspektive im Englischunterricht mit literarischen Texten aus der Sicht der Studierenden darstellt und was dies mit Demokratiebildung zu tun hat. Aus den Ergebnissen werden abschließend Schlussfolgerungen v.a. für die universitäre fachdidaktische Lehrer*innenbildung gezogen.</p> Christine Gardemann Copyright (c) 2021 Christine Gardemann https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4561 Di, 24 Aug 2021 00:00:00 +0000 Zur Perspektive von Mentor*innen auf Schulpraktika im Fach Sport https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4542 <p>Die vorliegende Untersuchung fokussiert Schulpraktika als Anstoß beruflicher Lernprozesse von Mentor*innen. Forschungsmethodisch ist die Studie in ein forschungsorientiertes Entwicklungsprojekt eingegliedert, in dem eine Maßnahme entwickelt wurde, durch die eine verstärkte Kooperation zwischen den Dozent*innen der universitären Begleitseminare zu den Praktika und den Mentor*innen erreicht werden soll. Dies wird als phasenübergreifende Kooperation bezeichnet (Wibowo &amp; Krieger, 2019a). Zur Evaluation der Maßnahme wurden 13 Mentor*innen aus zwei Kohorten dazu interviewt, inwiefern phasenübergreifende Kooperation in Schulpraktika als Lerngelegenheit wahrgenommen wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Zustandekommen von beruflichen Lernprozessen durch die organisatorische und inhaltliche Flexibilität der Maßnahme, die Konkretheit des Seminarinhalts, die Passung der Inhalte zu individuellen Überzeugungen und das Abwägen eins Gesamt-Kosten-Nutzen-Verhältnisses beeinflusst wird.</p> Jonas Wibowo, Claus Krieger Copyright (c) 2021 Jonas Wibowo, Claus Krieger https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4542 Do, 15 Jul 2021 00:00:00 +0000 Aufgaben, Ziele und Betreuungsstrategien von am Praxissemester beteiligten Lehrkräften https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4541 <p>Im Praxissemester sind Mentor*innen für Studierende wichtige Bezugspersonen und Kooperationspartner*innen, die die Studierenden u.a. bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht begleiten. Während z.B. zur Kompetenzentwicklung Studierender im Praxissemester mehrere Erkenntnisse vorliegen, wurde die Perspektive von Mentor*innen bisher wenig untersucht. Dieser Beitrag zielt darauf, die Perspektive und Erfahrungen von Mentor*innen zu explorieren und sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang werden Ergebnisse einer leitfadenzentrierten Interviewstudie vorgestellt, an der 23 nordrhein-westfälische Lehrkräfte teilnahmen. Auf Grundlage der inhaltsanalytischen Auswertung der Transkripte werden die nachstehenden Fragestellungen beantwortet: <em>(1) Was sind aus Sicht von Mentor*innen Aufgaben im Zusammenhang mit der Betreuung und Begleitung von Praxissemesterstudierenden?</em>, <em>(2) Welche Ziele haben Praxisphasen aus der Perspektive der Mentor*innen?</em>, <em>(3) Welchen Betreuungsstrategien folgen Mentor*innen bei der Betreuung und Begleitung von Praxissemesterstudierenden?</em> Die Ergebnisse zeigen, dass die Antworten der Mentor*innen hinsichtlich der ihnen selbst zugeschriebenen Aufgaben und der dem Praxissemester attribuierten Ziele kaum differieren. Die Betreuungsstrategien der Befragten unterscheiden sich hingegen vergleichsweise stark. Unterschiede bestehen u.a. bezüglich der den Studierenden zugesprochenen Freiheitsgrade bei der Unterrichtsplanung und -durchführung sowie bei der (gemeinsamen) Gestaltung der Unterrichtsplanung bzw. -vorbesprechung.</p> Carina Caruso, Michael Goller Copyright (c) 2021 Carina Caruso, Michael Goller https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4541 Do, 24 Jun 2021 00:00:00 +0000 Wasser, Wald & Wuppertal https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4455 <p>In diesem Beitrag wird die Konzeption, Durchführung und Evaluation eines Seminares beschrieben, in welchem Sachunterrichtsstudierende unterschiedlichen Ebenen von Kohärenz begegnen. Im nahe der Universität gelegenen Gelpetal können sie die Vielperspektivität dieses Lebensraumes direkt erleben (Ebene 1: Vernetzung der Perspektiven des Sachunterrichts). Sie erarbeiten zuvor, was bei einer Exkursion beachtet werden sollte – auch im Hinblick auf inklusive Lerngruppen. In der Rolle einer Lehrperson selbst geplante, handlungsorientierte Forschungsaufträge werden aus der Sicht von Lernenden erprobt und reflektiert (Ebene 2: Vernetzung der Professionswissensbereiche; Ebene 3: Vernetzung zwischen Ausbildung und beruflichen Anforderungen). Begleitet wird das Seminar von zwei Dozierenden aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, die in mehreren Sitzungen im Team lehren (Ebene 4: kollegiale Vernetzung). Die Ergebnisse der Mixed-Methods-Begleitforschung im Prä-Post-Design belegen die Wirksamkeit des Konzeptes. Die Teilnehmer*innen weisen nach dem Seminar signifikant höhere Selbstwirksamkeitserwartungen bezüglich vielperspektivischen Unterrichtens und der Durchführung von Exkursionen im inklusiven Sachunterricht auf. Zudem wird ein hohes situationales Interesse an den Seminarinhalten generiert. Als Weiterempfehlungsgrund wird besonders oft das Erleben von Kohärenz in verschiedensten Formen genannt.</p> Melanie Beudels, Ina Jeske, Angelika Preisfeld Copyright (c) 2021 Melanie Beudels, Ina Jeske, Angelika Preisfeld https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4455 Fr, 04 Jun 2021 00:00:00 +0000 In utramque partem disputare https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4359 <p>Demokratiebildung und politische Bildung sind in den alten Sprachen vorwiegend in den Bereichen Textanalyse und Interpretation verortet. Gleichzeitig kommt ihnen die Funktion leitender Unterrichtsprinzipien zu. Das wichtigste fachspezifische didaktische Verfahren ist die historische Kommunikation, die letztlich auf dem Prinzip der klassischen Hermeneutik basiert. Der Beitrag erklärt dieses Verfahren, stellt die Potenziale der antiken Literatur für die avisierten Ziele vor und betrachtet dann exemplarisch an drei zentralen Inhaltsbereichen des Studiums im Fach Latein, wie Demokratiebildung gestaltet werden kann.</p> Jochen Sauer Copyright (c) 2021 Jochen Sauer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4359 Mo, 26 Apr 2021 00:00:00 +0000 Netiquette, Voting & Feedbackkultur https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4358 <p>Dieser Beitrag soll aufzeigen, inwiefern aktuelle Ansätze und Formate der Fremdsprachen(didaktik)-Lehre zur demokratisch-politischen Bildung beitragen können. Neben einer fachspezifischen Begriffsbestimmung und einer Verortung im fremdsprachendidaktischen Diskurs werden dafür auch konkrete Implementierungsversuche aufgezeigt, die illustrieren sollen, wie Demokratiebildung im Französisch-/Spanischunterricht und in der romanistischen Fremdsprachen-Lehrer*innen-Bildung gefördert werden kann. Da hierbei auch die zunehmende Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt und derzeit überwiegend Distanzlehre praktiziert wird, werden insbesondere digitale Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt. Ziel dieses Beitrags ist die Dokumentation, Reflexion und Neu-Konzeption fachbezogener Demokratiefördermöglichkeiten, welche als Anregungen für die universitäre Lehre und auch direkt im schulischen Fremdsprachenunterricht genutzt werden können.</p> Janina Reinhardt Copyright (c) 2021 Janina Reinhardt https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4358 Mo, 26 Apr 2021 00:00:00 +0000 Developing Critical Cultural and Digital Literacy https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4357 <p>In this contribution, we propose <em>critical literacy </em>as a concept that allows to anchor democratic education in foreign language teaching, namely in the context of cultural and digital learning. We suggest a framework for planning teaching units and present practical examples based on ethnographic research on <em>critical literacy </em>education in Canada, which span the full range from primary school to teacher training at university. On this basis, we discuss implications and further questions related to democratic education in the first phase of teacher training at Bielefeld University and beyond.</p> Eleni Louloudi, Lotta König, Peter Schildhauer Copyright (c) 2021 Eleni Louloudi, Lotta König, Peter Schildhauer https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4357 Mo, 26 Apr 2021 00:00:00 +0000 Die Berücksichtigung sprachlicher Vielfalt in Schule und Unterricht https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4356 <p>Ausgehend von einer sprachtheoretischen Fundierung von sprachlicher Vielfalt werden erste Argumente für deren Berücksichtigung im Fachunterricht abgeleitet. Diesen Argumenten wird mit erziehungs- bzw. bildungsphilosophischen Überlegungen von Dewey zur sozial gesteuerten Aneignung des konventionalisierten Gebrauchs von nichtsprachlichen und sprachlichen Artefakten und der Vergemeinschaftung der daraus hervorgehenden Erfahrungen in der Schule nachgegangen. Es wird aufgezeigt, dass die Berücksichtigung sprachlicher Vielfalt im Fachunterricht eine wesentliche Funktion bei der Entstehung einer gemeinsam geteilten Erfahrung als Grundlage für Demokratisierung hat. Diesem funktionalen Argument für die Berücksichtigung von sprachlicher Vielfalt in der Schule wird anschließend das normative Argument zur Seite gestellt, dass die mehrsprachigen Fähigkeiten der Schüler*innen nicht nur als deren Ressourcen, sondern auch als wesentliche Aspekte ihrer personalen Identität betrachtet werden müssen. In der Schule findet Demokratiebildung statt, wenn sich Menschen begegnen, Erfahrungen kommunizieren und zusammen lernen, die sich wechselseitig als Personen anerkennen. Insofern kann die Berücksichtigung sprachlicher Vielfalt in der Schule als demokratische Symbolisierung für die Gesellschaft fungieren. Für die Umsetzung der im Beitrag umrissenen funktional und normativ begründeten Berücksichtigung sprachlicher Vielfalt in Unterricht und Schule müssen angehen­de Lehrkräfte sensibilisiert werden. Lerngelegenheiten aus einer Lehrveranstaltung im Modul Deutsch als Zweitsprache an der Universität Bielefeld, die das Potenzial haben, dies im Sinne einer Demokratiebildung zu leisten, werden exemplarisch skizziert.</p> Udo Ohm Copyright (c) 2021 Udo Ohm https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4356 Mo, 26 Apr 2021 00:00:00 +0000 Der Sinn der Demokratie https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4355 <p>Demokratiebildung kann gerade in Zeiten von Demokratieskepsis und Politikverachtung nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Die Frage nach der Legitimität von Demokratiebildung hängt eng mit der Frage nach ihrem Gegenstand zusammen. Der Artikel gibt Antworten auf beide Fragen im Zusammenhang: Demokratie legitimiert sich durch den exzeptionellen Charakter der Demokratie, der auch im Zentrum der Demokratiebildung stehen sollte, ebenso wie die der Demokratie inhärenten Spannungen und ihr Entwicklungspotenzial.</p> Roland Kipke Copyright (c) 2021 Roland Kipke https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4355 Mo, 26 Apr 2021 00:00:00 +0000 Zusammenhänge erkennen, konzeptuelles Denken entwickeln https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4351 <p>Besonders im Sachunterricht ist es aufgrund seiner diversen Bezugsdisziplinen herausfordernd, eine Basis für Anschlussfähigkeit zur nächsten Bildungsstufe zu schaffen. Die Schwierigkeit liegt vordringlich darin, gleichsam das Wesen des Sachunterrichts, mit seinem Anspruch der ganzheitlichen Welterschließung, und die fachlich orientierten Anforderungen der Sekundarstufe zu berücksichtigen. Das Verbindende dieser beiden Ansätze sind zentrale Konzepte diverser Inhalte aus den Bezugsdisziplinen. Die Fähigkeit, Inhalte auf diese Weise zu vernetzen, ist jedoch anspruchsvoll und muss erlernt werden. Dazu fehlt es an Theorien mit Vorschlägen zu konkreten Handlungsideen. Dieser Artikel skizziert ein Lehr-Lern-Modell für den Sachunterricht, das diese Problematik aufgreift und zu lösen sucht. Es zeigt einen theoretischen Ansatz zum verstehensorientierten und konzeptbezogenen Lernen, verknüpft mit fachdidaktischen Tools zur unterrichtlichen Planung, Gestaltung und Umsetzung kompetenzorientierten Sachunterrichts. Ausgehend von der Entwicklung des Lehr-Lern-Modells werden theoretische Hintergründe erläutert, bevor das Modell selbst und seine Einbeziehung in die Unterrichtspraxis vorgestellt werden.</p> Eva Freytag, Peter Holl, Bernhard Schmölzer, Christiana Glettler, Stefan Jarau, Nora Luschin-Ebengreuth, Almut Thomas, Klemens Karner Copyright (c) 2021 Eva Freytag, Peter Holl, Bernhard Schmölzer, Christiana Glettler, Stefan Jarau, Nora Luschin-Ebengreuth, Almut Thomas, Klemens Karner https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4351 Fr, 07 Mai 2021 00:00:00 +0000 Was machen Mentor*innen im Vorbereitungsdienst? https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4350 <p>Die zweite Phase der Lehrer*innenbildung in Deutschland wird von zwei Gruppen von Lehrerbildner*innen gestaltet: zum von den formal bestellten Ausbildungskräften oder Fachleiter*innen am Studienseminar, zum anderen von den eher informell wirkenden Mentor*innen am Lernort Schule. Während in der Forschung zu Praxissemestern und Schulpraktischen Studien mittlerweile immer mehr Erkenntnisse dazu vorliegen, wie diese strukturtheoretisch gestaltet werden oder kompetenztheoretisch optimiert werden können, gibt es zur Mentoringpraxis im Vorbereitungsdienst bislang kaum empirische Befunde. Der Beitrag stellt den aktuellen Forschungsstand zu Mentor*innen in beiden Phasen der deutschen Lehrer*innenbildung sowie international einschlägige Erkenntnisse vor. Im Anschluss dient die Rekonstruktion zweier kontrastiver Fallbeispiele mittels der Dokumentarischen Methode dazu, Einblicke in die biographisch und normorientiert vermittelte Mentoringpraxis zu liefern. In der Zusammenschau mit der einschlägigen Forschung ergibt sich die Notwendigkeit, auch die Professionalität und Professionalisierung von Mentor*innen, ihre individuellen Überzeugungen und Rollenförmigkeiten innerhalb institutionalisierter Strukturen zu reflektieren.</p> David Gerlach Copyright (c) 2021 David Gerlach https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4350 Fr, 07 Mai 2021 00:00:00 +0000 Ist das schon Praxisforschung? https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4349 <p>In diesem Beitrag wird die Forschung, die die Autorinnen zur Frage des Vorhandenseins von Reflexion in Studienprojekten im Praxissemester durchgeführt haben, unter der Frage betrachtet, ob sie den Kriterien von Praxisforschung genügt. Als besonders wichtige Kriterien von Praxisforschung, die über die Kriterien für gute wissenschaftliche Forschung hinausgehen, werden u.a. der in einem Praxisproblem liegende Anlass für die Forschung sowie die Nutzung der Ergebnisse für die eigene Lehrpraxis angesehen. Es zeigt sich, dass die gewonnenen Ergebnisse aus der Forschung für die Weiterentwicklung der Lehre genutzt werden können, eine Anlage als Praxisforschung jedoch ein noch größeres Potenzial für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gehabt hätte.</p> Gabriele Klewin, Birgit Holler-Nowitzki, Barbara Koch Copyright (c) 2021 Gabriele Klewin, Birgit Holler-Nowitzki, Barbara Koch https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4349 Fr, 07 Mai 2021 00:00:00 +0000 Anerkennung in pädagogischen Beziehungen – eine realisierbare und wissenschaftlich begründete Forderung? https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4197 <p>Entwicklungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozesse von Heranwachsenden vollziehen sich in pädagogischen Beziehungen. Neben den Beziehungen zu Eltern, weiteren Familienmitgliedern und Peers stellen Beziehungen zu pädagogischen Fachkräften und Lehrkräften wesentliche Gegebenheiten des Aufwachsens in modernen Gesellschaften dar (vgl. Prengel &amp; Winklhofer, 2014, S. 5f.). Dabei ist es sowohl für ihre gegenwärtigen Erfahrungen während der Kindheit als auch für ihre zukünftige Entwicklung bedeutsam, ob sie Pädagog*innen begegnen, die sie anerkennen und ermutigen oder demütigen und verletzen (vgl. Ostermann &amp; Prengel, 2019). Im vorliegenden Beitrag erfolgt ein Einblick in eine empirische Studie über die Qualität der Interaktionen von Lehrkräften mit Kindern, um herauszuarbeiten, auf welche Art und Weise und wie Lehrende die ihnen anvertrauten Kinder in beobachteten Betreuungsphasen anerkennen und verletzen.</p> Britta Ostermann Copyright (c) 2021 Britta Ostermann https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4197 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000 Anerkennung und habituelle (Un-)Passung auf der Ebene der Schüler*innen-Lehrer*innenbeziehung https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4196 <p>Verhältnisse der Passung und Unpassung in schulischen Kontexten werden bisher insbesondere im „Schulkulturansatz“ (Böhme, Hummrich &amp; Kramer, 2015, S. 12) in ihrer Anerkennungsbedeutsamkeit betrachtet. Im Fokus stehen dabei vornehmlich Passungsverhältnisse zwischen den Anerkennungsordnungen von Schule bzw. der jeweiligen Schulkultur und den habituellen Prägungen von Schüler*innen. Verhältnisse der habituellen Passung und Unpassung auf der Interaktionsebene zwischen Lehrpersonen und Schüler*innen und damit verbundene anerkennungsrelevante Konsequenzen bilden ein Forschungsdesiderat. Mit den Rekonstruktionen in diesem Artikel wird dieses Desiderat bearbeitet. Ausgehend von Ausschnitten aus Protokollen von bildungsbiographischen Interviews mit (ehemaligen) Schüler*innen werden erzählte Unterrichtssituationen und damit verbundene Erfahrungen der Anerkennung und Nicht-Anerkennung aus Schüler*innensicht in den Blick genommen. Mit der Methode der objektiven Hermeneutik werden habituelle Passungen und Unpassungen zwischen Lehrperson und Schüler*in im Kontext der erzählten Situationen rekonstruiert. Dabei wird gezeigt, inwiefern diese habituellen (Un-)Passungen mit Anerkennungserfahrungen auf Schüler*innenseite verbunden sind und welche bildungsrelevanten Konsequenzen das Zusammenspiel hat. Die Ergebnisse werden nicht nur in ein Verhältnis zur Ebene der Schulkultur gesetzt, sondern auch in ihrer Bildungsgerechtigkeitsrelevanz beleuchtet.</p> Kathrin te Poel Copyright (c) 2021 Kathrin te Poel https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4196 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000 Adressierung und Readressierung in der schulischen Praxis https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4195 <p>Im Artikel werden Überlegungen fortgeführt, die im Rahmen eines Dissertationsprojekts zu Partizipationsprozessen von Schüler*innen in der gymnasialen Oberstufe angestellt wurden. Auf der Basis des praktikentheoretischen Ansatzes der „Anerkennung als …“ werden aus den im Projekt entstandenen Interviews mit Schülervertreter*innen und SV-Lehrkräften Beispiele für Prozesse der Adressierung und Readressierung herausgearbeitet. Diese verweisen auf die Komplexität von Anerkennungsprozessen im schulischen Kontext, aber auch auf ihren Erkenntnisgehalt für das Verständnis kommunikativen Handelns in diesem Rahmen sowie von dessen Effekten auf die Subjektbildung, sowohl von Schüler*innen als auch von Lehrkräften. Zudem werfen sie ein Schlaglicht auf den Bedarf nach einer reflektierten Aufarbeitung von negativen Subjektivierungserfahrungen bei Lehrer*innen und damit auch auf die Professionalisierungsbedarfe von Lehrkräften. Eine reflexive Haltung zu den reziproken Prozessen der Anerkennung könnte die Grundlage dafür sein, im Bewusstsein des eigenen Bedürfnisses nach Anerkennung einen professionellen Umgang auch mit Ablehnung und Abwertung herausbilden. Hierzu müssten neue, auf die Ermöglichung von Reflexivität ausgerichtete Forschungs- und Professionalisierungsformate entwickelt werden.</p> Wiebke Fiedler-Ebke Copyright (c) 2021 Wiebke Fiedler-Ebke https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4195 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000 Anerkennung https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4194 <p>Der Beitrag verfolgt die These, dass sich Anerkennung bei der Thematisierung ethnischer Differenz in Schulen der Migrationsgesellschaft als doppelte Ambivalenz zeigt: Sie spannt sich einerseits im Verhältnis von Anerkennung und Missachtung auf; andererseits ist für Anerkennung auch Verkennen konstitutiv. Das Konzept von Anerkennung und Missachtung geht auf Honneth zurück und differenziert unterschiedliche Beziehungsdimensionen von Anerkennung (emotional, moralisch, individuell) aus. Den positiven Anerkennungsformen, die sich darin ausbilden, stehen jeweilige Missachtungsformen entgegen. Das Konzept von Anerkennung und Verkennen ruft die Machtdimension von Anerkennung auf den Plan. Um anerkannt zu werden – so die These –, muss sich die Person anerkennungsfähigen Kategorien unterwerfen, die sie im Alltagshandeln verkennt. Beide Positionen werden am Beispiel der Einführung von „Ghettos“ in Dänemark und der Studie zu „Institutioneller Diskriminierung“ von Gomolla und Radtke diskutiert. Vor diesem Hintergrund werden dann zwei Fallbeispiele aus dem vergleichenden DFG-Projekt EDUSPACE analysiert, an denen die Anerkennungs-Missachtungs-Verkennensstrukturen nachvollzogen werden können. Der erste Fall stammt aus einer deutschen Gemeinschaftsschule und thematisiert im Rahmen einer Klassenleiterstunde die Gefahr islamophober Diskriminierung im Sinne einer Abwehr möglicher Übergriffe und unter der Perspektive der Anpassung an dominanzgesellschaftliche Körperbilder. Der zweite Fall thematisiert Ungleichbehandlung von Schüler*innen, die der Gruppe der „African Americans“ zugerechnet werden im Verhältnis zu den als „White“ positionierten Mädchen. Eine theoretisierende Diskussion der Anerkennungsbeziehungen verweist auf die Grenzen von Anerkennbarkeit in schulischen Rahmungen, aber auch auf die Möglichkeiten, Grenzen zu hinterfragen.</p> Merle Hummrich Copyright (c) 2021 Merle Hummrich https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4194 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000 Empirische Annäherungen zu Anerkennung und pädagogischer Beziehung im Biologieunterricht https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4193 <p>Im vorliegenden Beitrag werden vier Studien aus dem Biologieunterricht der Sekundarstufe I vorgestellt. Zwei bieten Ansatzpunkte zu Anerkennungspraktiken, zwei zur Qualität der Beziehung zwischen Lernenden und Lehrpersonen. Alle Studien beziehen sich auf die Selbstbestimmungstheorie der Motivation. In den ersten beiden Studien werden Qualitäten der Lerner*innenmotivation bei unterschiedlichen Strukturbedingungen einer Mitmachausstellung mit und ohne explizite Berücksichtigung der Lerner*innenautonomie untersucht. In den folgenden beiden Studien werden Auswirkungen der gemeinsamen Versorgungen eines Klassentiers auf die Beziehungsqualität der Schüler*innen zu ihren Lehrer*innen betrachtet.</p> Matthias Wilde Copyright (c) 2021 Matthias Wilde https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4193 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000 Die Systematik der Anerkennung https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4192 <p>Das Konzept der Anerkennung findet seit einigen Jahren verstärkt Zugang in der bildungswissenschaftlichen Forschung und Theoriediskussion. Der vorliegende Beitrag möchte zu dieser Debatte analytische Systematisierungen liefern, die auf Arbeiten der finnischen Philosophen Heikki Ikäheimo und Arto Laitinen zurückgehen.</p> Franziska Felder Copyright (c) 2021 Franziska Felder https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0 https://www.pflb-journal.de/index.php/pflb/article/view/4192 Di, 09 Mär 2021 00:00:00 +0000