Didaktik und pädagogische Beziehungen in Zeiten der Pandemie

Ein Praxisbericht

Autor/innen

  • Vincent Steinl Die Deutsche Schulakademie
  • Wolfgang Vogelsaenger Die Deutsche Schulakademie

DOI:

https://doi.org/10.4119/pflb-3910

Schlagworte:

konstruktivistische Didaktik, Distanzlernen, Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen-Geismar, Lehrerausbildung, Regionales Lernforum, Digitale Impulse, professionelle Beziehungen in der Schule

Abstract

Beziehungen in der Schule sind nicht per se gute Beziehungen, nur weil sie analog sind. Beziehungen, die auf rein digitalen Kanälen eingegangen wurden, sind nicht per se schlechte Beziehungen. Analog oder digital: Entscheidend ist, mit welcher Achtsamkeit, Feinfühligkeit und Wahrung der Würde anderer miteinander umgegangen wird. Analog und digital sind aber auch die Strukturen und die didaktischen Sichtweisen wichtig, in denen Lernen und Begegnungen stattfinden. Diese können beziehungsförderlich oder beziehungsschädlich sein. Wenn Lernende von Lehrenden als Objekte und nicht als Subjekte gesehen und behandelt werden, dann entstehen schädliche Beziehungen und ein ineffektives Lernklima. Die Nutzung digitaler Medien in den Zeiten der Pandemie birgt die Chance auf demokratischere Strukturen in Lernzusammenhängen jeglicher Art. Gerade die Herausforderungen für das Lernen in der Pandemie setzen die Gestaltung gelungener pädagogischen Beziehungen voraus. Die konstruktivistische Didaktik von Kersten Reich gibt hier wichtige Impulse (Reich, 2005).

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Veröffentlicht

2020-12-10