„[…] eine Situation, die mich aufatmen lässt, weil sie mir aus Präsenz-Lehre und Sprechstunden so vertraut ist.“

Autoethnografische Notizen zur Krisenhaftigkeit von digitaler Lehre

Autor/innen

  • Friederike Kern Universität Bielefeld
  • Sofia Koutalidis Universität Bielefeld
  • Ann-Christin Leßmann Universität Bielefeld
  • Anne Németh Universität Bielefeld
  • Björn Stövesand Universität Bielefeld
  • Lisa Vössing Universität Bielefeld
  • Kristin Weiser-Zurmühlen Bergische Universität Wuppertal

DOI:

https://doi.org/10.11576/pflb-5726

Schlagworte:

Online-Kommunikation, Online-Lehre, Videokonferenz, Professionalität, Ethnographie

Abstract

Durch die Corona-Pandemie entstand im Bereich der Hochschullehre die Notwendigkeit, sehr kurzfristig auf rein digitale Lehrformate umzustellen. Im folgenden Beitrag wird die affektiv aufgeladene Perspektive der Lehrenden in den ersten Online-Semestern auf Basis autoethnografischer Notizen in den Fokus gestellt. Anhand repräsentativ ausgewählter Zitate werden als krisenhaft erlebte Momente der videovermittelten Online-Lehre aufgegriffen und auf der Grundlage der Goffman’schen Interaktionstheorie reflektiert. Als zentrale Aspekte haben sich hierbei die durch technische Affordanzen veränderten Möglichkeiten von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie die Besonderheit damit zusammenhängender Ko-Präsenz herausgestellt. Die dadurch ausgelösten Reaktionen auf die wahrnehmungsbezogenen Veränderungen, wie sie von uns dokumentiert wurden, fassen wir als Krise unserer hochschulischen Lehrprofessionalität.

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Veröffentlicht

2022-08-10