Selbstständigkeit als pädagogischer Horizont der Oberstufe

Eine qualitative Untersuchung zum Verständnis von Selbstständigkeit in der pädagogischen Praxis der Eingangsphase am Oberstufen-Kolleg

Autor/innen

  • Stefan Hahn Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) Hamburg
  • Karin Volkwein Oberstufen-Kolleg an der Universität Bielefeld
  • Judith Brondies Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld
  • Angela Kemper Oberstufen-Kolleg an der Universität Bielefeld
  • Sebastian U. Kuhnen Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen
  • Anna Olejnik Oberstufen-Kolleg an der Universität Bielefeld
  • Hans-Joachim Sagasser Oberstufen-Kolleg an der Universität Bielefeld
  • Cornelia Stiller Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg der Universität Bielefeld

DOI:

https://doi.org/10.11576/pflb-4097

Schlagworte:

Selbstständigkeit, selbstreguliertes Lernen, Studierfähigkeit, Einführungsphase, Oberstufe, Interviewstudie, Oberstufen-Kolleg

Abstract

Diese Publikation widmet sich den Fragen, welche Kompetenzen in Bezug auf Selbstständigkeit von den Schüler*innen im Verlauf der Eingangsphase des Oberstufen-Kollegs erwartet werden, welches Verständnis von Selbstständigkeit die Akteur*innen der Eingangsphase aufweisen, welche Konzepte zur Förderung von Selbstständigkeit von ihnen verfolgt werden und welche Herausforderungen sich hierdurch sowie durch die institutionellen Strukturen für die Schüler*innen ergeben. Dazu wird zunächst Selbstständigkeit als pädagogischer Horizont theoretisch beschrieben und mit den drei Begriffen der produktiven, funktionalen und instrumentellen Selbstständigkeit ausdifferenziert. Der hierbei neu eingeführte Begriff der instrumentellen Selbstständigkeit eröffnet mit dem Konzept der „Zone der nächsten Entwicklung“ auf Basis der Arbeiten Wygotskis (1987) den Blick auf konkrete Lernprozesse, die durch Lernende selbst und mit professioneller Unterstützung initiiert werden. Die instrumentelle Selbstständigkeit wird anschließend auf eine, aus den Arbeiten Ludwig Hubers (1994, 1998, 2010) abgeleitete Vorstellung von Studierfähigkeit bezogen. Dieser theoretische Rahmen wird um eine Darstellung institutioneller Strukturen für das Selbstständigwerden auf verschiedenen Ebenen (KMK, NRW, Oberstufen-Kolleg) sowie um eine Darstellung der Unterrichtsstrukturen am Oberstufen-Kolleg ergänzt. Unter Berücksichtigung dieser theoretischen Überlegungen werden leitfadengestützte Interviews mit verschiedenen Akteur*innen aus der pädagogischen Praxis der Eingangsphase (Lehrende verschiedener Basiskurse, Schulsozialarbeit, Laufbahnberatung, Projektkoordination) nach der Methode des thematischen Kodierens ausgewertet. Dabei werden verschiedene Vorstellungen zu einer pädagogischen Hinführung zur Selbstständigkeit entfaltet und systematisch auf die Ebenen des Unterrichts und der Institution bezogen.

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Veröffentlicht

2021-08-19