Zur Rollenfindung von Lehrerforscher*innen – Oder: das „Zwischen“ als „dritten Raum“ konzeptionalisieren!
Multiparadigmatische Analysen am Beispiel von Praxisforschung zu Deutsch als Zweitsprache (DaZ), zur Schreibdidaktik in der Oberstufe und zur Ermächtigung von Neuzugewanderten
DOI:
https://doi.org/10.11576/pflb-8210Schlagworte:
Praxisforschung, Versuchsschule, Oberstufen-Kolleg, RollenfindungAbstract
Die Beantwortung der in diesem Themenheft der Zeitschrift diskutierten Frage nach der Relationierung von Schulpraxis- und Bildungsforschung (Kap. 1) startet mit einer Analyse der Ausgangssituation (Kap. 2) von Lehrkräften in praxisnahen Forschungsprojekten zwischen Anrufungen und Platzanweisungen und einem daraus resultierenden Rollenprekariat (Kap. 2.1). Daraufhin folgt eine Analyse der Herausforderungen der Rollenfindung von Praxisakteur*innen in dieser multiparadigmatischen Akteurskonstellation (Kap. 2.2). Diskutiert wird hier, zu welcher Form der Forschung (Kap. 2.2.1) und zu welcher Praxis (Kap. 2.2.2) sich Praxisakteur*innen in ihrer Rolle als Lehrerforscher*innen relationieren bzw. positionieren müssen. Im Anschluss hieran (Kap. 3) werden diese Relationierungs- und Positionierungspraktiken im Kontext des Forschungs- und Entwicklungsprojekts Wortgewand(t) (Kap. 3.1) an drei Beispielen von Praxisforschungen zu Deutsch als Zweitsprache (DaZ) (Kap. 3.2), zur Schreibdidaktik in der Oberstufe (Kap. 3.3) und zur Ermächtigung von Neuzugewanderten (Kap. 3.4) illustriert. Wesentlich wird hierbei die Positionierung in einem „dritten Raum“ (Bhabha 2016), um das von Foucault (1991) benannte „Zwischen“ den Diskursen in der foucaultschen Produktivität zu begreifen. Abschließend (Kap. 4) folgt ein Plädoyer für nicht komplexitätsreduzierende, sondern multiparadigmatische Relationierungs- und Positionierungspraktiken als Professionalisierungsdesiderat sowohl für Forscher*innen als auch für Praxisakteur*innen in praxisnahen Forschungskontexten.
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